So wird Dein Blog bekannt und Du bekommst mehr Leser

Wenn Du die nachstehenden Tipps berücksichtigst, wird Dein Blog mehr Leser bekommen. Und das beste dabei: Du musst kein Geld ausgeben, um den Blog bekannter zu machen und Dein Publikum zu vergrößern. Beachte regelmäßig diese Tipps – that's it – garantiert!


1. Schreibe umwerfende Blogposts

Das ist der aller-aller-wichtigste Punkt. Dein Content ist alles, was zählt. Alle anderen Ratschläge, die Dir in Kursen, E-Books, Webinaren oder Barcamps gegeben werden, sind sicherlich richtig und auch sehr nützlich  — aber sie spielen allesamt wirklich nur die zweite Geige.

Wenn Du mehr Leser bekommen willst, dann fokussiere Dich beim Schreiben auf Deine Leser. IMMER. Du musst Dein Publikum emotional erreichen. Nur wenn Dein Content Emotionen erzeugt, bekommst Du auch eine Resonanz.

Eine emotionale Reaktion ist die Grundvoraussetzung um Leser zu bekommen. Du mussst Deine Leser berühren, damit sie wieder kommen und Dich vielleicht sogar ihren Freunden weiterempfehlen.

Willst Du Deinen Blog bekannter machen und mehr Leser bekommen? Dann schreibe Blogposts, die Deine Leser emotional berühren. Denn Emotion erzeugt Resonanz!  #blogsexy #loveblogs

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2. Biete immer einen Mehrwert

Überlege Dir grundsätzlich, welchen Nutzen ein Beitrag hat. Bringt er Deine Leser zum Lachen, zum Staunen oder zum Nachdenken? Das ist klasse, denn wie bereits gesagt, sollte Dein Content grundsätzlich eine Emotion auslösen.

Das bedeutet gleichzeitig: bevor Du einen Beitrag schreibst, der Deine Leser nur langweilt, ihnen nichts bringt und lediglich deren wertvolle Zeit stiehlt, lass es lieber sein und veröffentliche nichts.

Okay, okay! Ich weiß, dass diese Empfehlung alle Befürworter von festen Veröffentlichungszeiten und von starren Redaktionsplänen total falsch finden und auf die Palme bringen. Daher hier ein Vorschlag: Vergleiche mal die Lesedauer und die Absprungraten Deiner einzelner Beiträge und setze sie in Relation zum inhaltlichen Mehrwert. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Du sehr schnell alle Beiträge wiederfinden wirst, die noch geschrieben werden mussten. Aber bilde Dir bitte Dein eigenes Urteil.

Hier sind einige Vorschläge, die Dich zu einem Beitrag mit Mehrwert inspirieren sollen:

  • Unterhalte mit einer lustigen, spannenden oder ungewöhnlichen Story
  • Beschreibe, wie Du ein Problem gelöst, oder ein Ziel erreicht hast
  • Schreibe einen Rezension über ein Produkt, ein Event, ein Hotel
  • Erstelle eine Anleitung, eine nützliche Liste oder eine schicke Infografik
  • Poste Deine Meinung zu einem Thema und lade zu einer Diskussion ein

3. Mach Deine Beiträge sichtbar

Genau so wichtig, wie die Erstellung Deiner Beiträge ist deren Verbreitung. Mach es Google möglichst leicht, Deine Beiträge zu finden und zu "lesen", denn sonst fristen sie ein völlig unbeachtetes Dasein irgendwo im Web, und Deine Arbeit war komplett vergebens.

Über das Thema Suchmaschinenoptimierung für Blogger gibt es jede Menge Publikationen und unzählige Tipps. Beachte zum Beispiel nur die ersten Treffer dieser Google-Suche (und ich meine jetzt nicht die bezahlten Links).

Daher möchte ich in diesem Beitrag nur ein paar einfache, aber dafür wirklich sehr wichtige Punkte aufzählen:

Überschrift

Die Überschrift entscheidet, ob ein Nutzer Deinen Beitrag überhaupt lesen wird. Wähle also unbedingt einen Titel, der neugierig macht und zum Klicken motiviert. Anhand zweier Beispiele siehst Du, wie unterschiedlich Überschriften wirken. Worauf würdest Du eher klicken?

Beispiel 1: Wochenrückblick 21.3. – 27.3.
Beispiel 2: Das perfekte Outfit für meine Blogger-Reise an den Tegernsee

Es ist völlig klar, nicht wahr? Dabei verstecken sich in dem Beitrag aus Beispiel 1 vielleicht einige wirklich spannende Ereignisse. Fakt ist: die allermeisten Leser dieser Überschrift werden es niemals erfahren. Nimm Dir also bitte unbedingt die Zeit für eine Überschrift, die mehr aussagt, als "hier ist mein neuester Blogpost".

Heutzutage bekommst Du bei Facebook allein für eine gute Überschrift schon ein Like. Die Menschen honorieren Deinen Titel, ohne dass sie den Inhalt Deines Beitrags überhaupt kennen. Aber das ist ein anderes Kapitel... Jedenfalls beweist es, wie wichtig Deine Überschrift ist. Hüte Dich allerdings vor Clickbaiting: Das Versprechen, das Du in der Überschrift machst, musst Du in Deinem Beitrag auch erfüllen. Sonst werden die Menschen, die Du einmal enttäuscht hast, schon sehr bald einen großen Bogen um Dich machen.

Kurzbeschreibung

Schreibe eine knackige Zusammenfassung, die sich liest, wie der Klappentext eines Buches. Dafür gibt es bei den einschlägen Blog-Plattformen sogar ein eigenes Feld (es heißt 'Auszug' oder 'Excerpt'). Und dieses Feld solltest Du unbedingt nutzen, denn die Suchmaschinen importieren diesen META-Text. Wenn er fehlt, wird stattdessen der Anfang Deines Blogposts ausgelesen. Und wenn der zum Beispiel so anfängt: "Hallo meine Lieben, heute zeige ich Euch, wie ich" (der Text wird dann irgendwo abgeschnitten) und das erscheint dann in einem Google-Suchergebnis, darfst Du sehr sicher sein, dass sich garantiert niemand dafür interessiert – und Du verschenkst vielleicht eine Menge Klicks.

Beitragsbild

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Verwende daher für jeden Blogpost immer auch ein Beitragsbild. Und achte darauf, dass dieses Bild möglichst ausdrucksstark ist. Blogposts mit einem Beitragsbild werden bis zu 94% häufiger geklickt. Lies diese Zahl ruhig noch einmal, denn es ist wirklich krass! Und schau Dir jetzt mal dieses Bild von Anne (von Blogchicks) bei Twitter an, dann erkennst Du, was ich mit 'ausdrucksstark' meine.

Bilder müssen also in erster Linie 'catchy' sein. Sie bieten darüber hinaus aber noch eine Menge weiterer Vorteile. Welche das sind, erfährst Du in diesem empfehlenswerten Post von Nadine Kabelitz, erschienen als Gastbeitrag im Blog von Katharina Lewald.

TAGs

Versehe jeden Beitrag immer mit relevanten Suchbegriffen (TAGs). Jede gute Blog-Software macht daraus eine TAG-Cloud und generiert sogar aus jedem TAG eine eigene URL. Diese URL kann von Suchmaschinen indiziert werden und somit Deine Sichtbarkeit verbessern.

Wie Du Schlagworte in WordPress verwaltest, erklärt David Vogler von Blogger-Base in diesem Beitrag. Und eine sinnvolle Anwendung von TAGs bei trusted blogs erkläre ich Dir hier.

Ein neuer Blogpost ist erst bereit für die Veröffentlichung, wenn Du ihn mit relevanten TAGs versehen hast. Mach Dir das zu einer festen Regel.


4. be social ♥ ♥ ♥

Bloggen ist keine Einbahnstraße. Das 'Social' in Social Media bedeutet, miteinander kommunizieren, sich austauschen – und dadurch schließlich voneinander profitieren. Noch besser formulieren es Julia Collard & Sven Schnitzler:

Soziale Medien sind soziale Medien, wenn wir sie dazu machen.

Wir Blogger sind Menschen mit gemeinsamen Interessen. Verhalte Dich entsprechend und beachte diese drei einfachen Punkte:

  • Sei nicht nur Blogger, sondern auch Leser! Folge anderen Blogs und Deinen Lieblingsthemen, um immer neue Beiträge zu entdecken.
  • Schreibe regelmäßig Kommentare. Damit machst Du zugleich auf Deinen Blog aufmerksam. Aber hüte Dich vor "Top-Beitrag! Lies auch meinen". Man wird Dich ohne derartig plumpe Versuche viel mehr beachten.
  • Bloggen sollte nur zu höchstens 50% aus Schreiben bestehen. Nutze die anderen 50% Deiner Zeit zum Lesen, Kommentieren, Liken und Teilen.

→ Fazit

Wie Du siehst, ist Bloggen wirklich keine Raketenwissenschaft und Du musst tatsächlich kein Geld ausgeben, um Deinen Blog bekannt zu machen. Beachte die genannten Tipps und mache es zu Deiner Gewohnheit, gute Überschriften zu formulieren, tolle Beitragsbilder zu wählen, regelmäßig in anderen Blogs zu kommentieren und Beiträge zu liken und zu teilen. Auf diese Weise wirst Du von Woche zu Woche und von Monat zu Monat stetig mehr Leser bekommen. Ich wünsche Dir viel Erfolg, aber in erster Linie eine Menge Spaß beim Bloggen!

Danke fürs Lesen und viele Grüße,

  • Sig und Sven sagt:

    Wir finden es auch schade, daß immer schneller durchgeklickt wird, auf den socials geliked wird, was das Zeug hält, aber die eigentlichen Inhalte nicht mehr wirklich wahrgenommen werden. Wir sind seit 10 jähren mit unserem Blog unterwegs und stellen fest, daß allgemein weniger gelesen wird. Ist ja (leider) auch irgendwie einfacher, sich ein YT Video reinzuziehen, als sich mit einem Blogpost zu beschäftigen.
    So ein bisschen vermissen wir schon die gute alte Blogosphäre.

    • Eddy sagt:

      Ich sag mal „Willkommen im Club“. Ich empfinde genau so und erlebe das gleiche, was meinen Laufblog betrifft. Die meisten Nutzer nehmen sich nicht mehr die Zeit, um einen Beitrag von Anfang bis Ende zu lesen. Stattdessen wird höchstens noch schnell „gefällt mir“ geklickt, wenn sie bei Facebook oder Instagram einem Bild eine Sekunde ihrer Aufmerksamkeit schenken.

      Meine Prognose für die kommenden Jahre ist aber, dass sich die Situation für uns Blogger wieder verbessern wird. Warum ich das glaube? Content wird wieder wichtiger – und damit meine ich nicht nur bunte Bilder auf Instagram – und die Menschen nehmen sich wieder mehr Zeit für guten Content; es wird wieder mehr gelesen.

      Also: dran bleiben und weiter machen. Hauptsache, das Bloggen macht immer noch Spaß.

  • Jochen sagt:

    Ein schöner Beitrag, auch wenn ich jetzt beim Mehrwert nicht unbedingt komplett zustimmen kann. Es gibt viele gut laufende Blogs die keinen Mehrwert bieten dafür aber prima unterhalten. Ich finde eine Kombination aus Mehrwert und Unterhaltung persönlich ansprechender.

    Leider wird der letzte Punkt von vielen Bloggern nicht (mehr) beherzigt.

    • Eddy sagt:

      Ich glaube, Facebook und Co. haben die Blogger „lazy“ gemacht: ein schneller Klick auf den „Daumen hoch“ ist halt bequemer, als ein ausführliches Feedback unter einem Blogpost. Und ich behaupte mal, dass viele Nutzer, die einen „Daumen hoch“ klicken, nicht mal wissen, worum es in dem jeweiligen Beitrag überhaupt geht…

      Beim Thema ‚Mehrwert‘ habe ich mich vielleicht unklar ausgedrückt: ich finde, ein Beitrag, der die Leser prima unterhält, hat auf jeden Fall einen Mehrwert.

      • Jochen sagt:

        Auf jeden Fall hat Facebook und Co. die Blogger, aber auch die Leser, fauler gemacht. Das erkennt man daran das auf Facebook verlinkte Beiträge kommentiert/geliked/geshared werden die nicht einmal durchgelesen wurden.

        BTW: Wäre super wenn du hier die Kommentar abonnieren Funktion freischalten würdest. Ich mach das nämlich gerne. So komme ich automatisch wieder zurück zum Beitrag und hinterlasse evtl. nochmals einen Kommentar oder kann unter den anderen Kommentaren evtl. etwas wertvolles für mich mitnehmen.

        • Eddy sagt:

          Danke für Deinen Vorschlag, Jochen. Leider scheint unsere Blog-Konfiguration das Abonnieren der Kommentare nicht zuzulassen 🙁

  • Matthias sagt:

    Moin Moin.

    Das kann man so unterschreiben, vielleicht sollte erwähnt werden, dass gerade zum Start viel Durchhaltervermögen von Bedeutung ist.

    Lese, lerne und bleibe am Ball – äh Blog, der Erfolg kommt irgendwann.

    • Eddy sagt:

      Du hast recht: besondere als Einsteiger sollte man sich bewusst machen, dass Durchhaltevermögen nötig ist, um langfristig einen Blog zu betreiben. Danke für Dein Feedback!

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